Besondere Förderung

Gezielte Förderungen, u.a. für angehende Schulkinder, Schwimmkurse, Sprachförderung u.v.m.

Angehende Schulkinder "Schukitreff"

Im Jahr vor der Einschulung fördern wir die Kinder noch einmal gezielt in altershomogenen Kleingruppen, dem sogenannten „Schukitreff“. Ziel ist es, die Bildungsprozesse noch weiter zu stärken und zu entwickeln, um so einen gelungenen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu ermöglichen

Schwimmkurs

Für alle angehenden Schulkinder bieten wir die Möglichkeit, in einer Kleingruppe von sechs bis acht Kindern, an einem Kita – Schwimmkurs teilnehmen zu können.

In Kooperation mit der Stadt Enger, dem Betreiber des Schwimmbades und dem Sportverein Concordia, nutzen wir jeweils am Montag das Schwimmbad für eine Stunde alleine, um somit in einem kleinen, überschaubaren Rahmen das Schwimmen zu erlernen.

Reitprojekt „Ponyrücken statt Stühle rücken“

Mit dem Hof Höke in Enger haben wir einen Partner gefunden, der unser

Reitprojekt ermöglicht. Der Umgang mit dem Pferd und das Reiten haben nachweislich positive Einflüsse auf die Entwicklung eines Kindes. Alle Sinne des Menschen werden angesprochen.

Mit sechs bis acht Kindern fahren wir jeden Freitag in die Reithalle. Dort können die Kinder Kontakt zu den Ponys knüpfen, sie aus der Box holen, streicheln, putzen, mit Leckerlies verwöhnen und natürlich auch die ersten Reitversuche starten.

Reiten ist nicht nur dazu da, emotionale und motorische Defizite aufzufüllen, sondern auch für fast alle Kinder zu mehr Wohlgefühl und Entfaltung aller körperlichen und seelischen Möglichkeiten beitragen zu können. Nicht zuletzt bringen das Reiten und der Umgang mit dem Pferd sehr viel Spaß und Freude mit sich!

Sprachförderung

Was ist Sprache?

  • Wie heißt das?
  • Was ist das?
  • Was macht man damit?
  • Was passiert damit?

Das sind die Fragen von neugierigen Kindern, die den Schlüssel zur Welt besitzen:

Die Sprache!

Die Sprache ist die wichtigste Form der Kommunikation, sie hilft uns, unsere Bedürfnisse und Emotionen in Worte zu fassen. Um Sprache zu entwickeln brauchen Kinder die Unterstützung ihrer gesamten Umwelt, der Kultur und der Gesellschaft. Hierzu zählt nicht nur das Sprechen an sich, sondern auch der Blickkontakt, das Zuhören, das zum Sprechen anregen, das Aussprechen lassen, die Bewegung, sowie Wärme, Liebe und Akzeptanz.

Sprachförderung im Alltag

Sprechen beschäftigt uns fast jede Sekunde in unserem Alltag. Es beginnt mit dem handlungsbegleitenden Sprechen im Säuglingsalter. Von hier an zieht es sich weiter durch das ganze Leben. Sei es das miteinander sprechen bei dem

Mahlzeiten, der Blickkontakt beim Sprechen, das aufmerksame Zuhören und noch vieles mehr, was im Alltag von ganz alleine geschieht. Uns sollte immer bewusst bleiben, dass ein Kind ein Wort etwa 40 Mal gesprochen haben muss um es in seinem Langzeitgedächtnis zu verankern!

Anhaltspunkte, die Eltern bei der Förderung der Sprache Ihres Kindes beachten sollten:

  • Vorbildfunktion: sprechen Sie deutlich und grammatikalisch richtig mit Ihrem Kind.
  • Falsch ausgesprochene Worte nicht verbessern, sondern richtig wiederholen. Hierdurch bekommt Ihr Kind Sicherheit beim Erzählen.
  • Das Vorlesen von Bilderbüchern erweitert den Wortschatz Ihres Kindes

und regt zum Sprechen an.

  • Freundschaften sollten gefördert werden, Kinder brauchen gleichaltrige

Spiel – und Gesprächspartner.

  • Viel Bewegung! Bewegung ist ein wichtiger Teil der Sprachentwicklung.
  • Lassen Sie Ihr Kind mit vielen Gegenständen experimentieren, ca. 90 %

des menschlichen Lernens geschieht durch eigenes Handel.

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind viel in der Muttersprache. Jedes Wort das Ihr Kind in „seiner“ Sprache erlernt, ist ein Wort, das es in einer anderen Sprache beherrschen kann.

Sprachförderung in unserer Einrichtung

Sprachförderung spiegelt sich, wie bei Ihnen im Alltag, auch im Alltag unserer Einrichtung wieder. Zusätzlich geht die Sprachförderung, bei uns gezielt über die alltägliche Förderung hinaus. Dies gestaltet sich in der Praxis in der Form von Kleingruppenarbeiten.

  • In einer Kleingruppe befinden sich maximal acht Kinder.
  • In unserer Einrichtung wird der Sprachstand durch gezielte Beobachtungen, Beobachtungsbögen (Sismik und Seldak), sowie dem nochmals vor der Einschulung stattfindenden Testverfahren BISC (Bielefelder Screening) ermittelt. Auf dieser Basis werden dann die sprachhomogenen Kleingruppen gebildet.
  • Die systematische Sprachförderung findet zwei bis drei Mal pro Woche, innerhalb des Vormittages statt.

Jeweils eine qualifizierte Erzieherin der Einrichtung führt diese durch.

In der Regel beinhaltet die Kleingruppenarbeit Lieder, Spiele und Reime, in Verbindung mit Bewegung, wobei dieses vom Thema und dem situationsorientiertem Handeln abhängig ist.

Die Förderung dauert nicht länger als 30 Minuten pro Einheit.

Im Idealfall werden die Themen der Sprachfördergruppe in der eigentlichen Kita - Gruppe aufgegriffen und wiederholt.

Jede Einheit hat ein wiederkehrendes Einleitungsritual, welches von einer Handpuppe oder einem Kuscheltier begleitet wird.

Durch diese gezielte und systematische Sprachförderung sind im Idealfall nach einem Jahr der Kleingruppenarbeit die sprachlichen Defizite eines Kindes oftmals behoben.

Integration

Das Familienzentrum KiTa – Traumland ist eine integrative Einrichtung. Bis zu fünf Kinder mit Behinderung/Entwicklungsverzögerungen nehmen am KiTa – Alltag teil.

Kinder mit Behinderungen sind oftmals auf eine individuelle Betreuung angewiesen. Grundlage jeder Entwicklung ist eine stabile, tragfeste Beziehung, die das gemeinsame Leben und Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung ermöglicht.

Dazu ist es immer erforderlich das Kind in seiner gesamten Entwicklung zu fördern, zu unterstützen und zu begleiten, damit es am Alltag teilhaben kann.

In unserer Einrichtung werden Kinder aufgenommen, die einen besonderen Förderbedarf oder eine Behinderung im Bereich von Sinnes– und Sprachstörungen haben, Kinder mit chronischem Erkrankungen oder motorischen Störungen.

Bei der Feststellung des Förderbedarfs ist es ausschlaggebend, dass die festgestellte Störung, längerfristig (mehr als sechs Monate) andauert.

Erst dann spricht man von einer Behinderung.

Die Erzieherinnen werden in ihrer Arbeit von einer Integrationsfachkraft unterstützt.

Therapeuten, wie Ergotherapeuten, Logopäden oder die Frühförderung kommen zu uns ins Haus. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit, mit regelmäßigen „Hilfeplangesprächen“ zwischen allen Beteiligten notwendig, um die Therapie für das Kind sinnvoll in seinen KiTa – Alltag zu integrieren und optimal zu nutzen. Das Hauptziel der Integration ist das gemeinsame Leben und Lernen.

Partizipation

Partizipation bezeichnet grundsätzlich verschiedene Formen von Beteiligung, Teilhabe bzw. Mitbestimmung. Partizipation in unserer Kindertagesstätte ist die ernst gemeinte, altersmäßige Beteiligung der Kinder am Einrichtungsleben im Rahmen ihrer Erziehung und Bildung. Grundvoraussetzung für eine gelingende Partizipation ist die positive Grundhaltung der pädagogischen Mitarbeiter.

Wir möchten, dass die Kinder als Gesprächspartner wahr- und ernst genommen werden, ohne dass die Grenzen zwischen Erwachsenen und Kindern verwischen. Die Kinder lernen dabei, ihre Meinung zu vertreten und in der Diskussion miteinander auch andere Meinungen und Standpunkte zu hören und zu akzeptieren.

Partizipation im Kindergarten ist durchaus wichtig, allerdings nur, wenn sie im Rahmen bleibt. Es gibt immer auch Entscheidungsfolgen, die Kinder gar nicht absehen können. Dieses betrifft vor allem Entscheidungen, die zum Schutz und zur Sicherheit der uns anvertrauten Kinder getroffen werden müssen. Hier wünschen wir uns Ihr Vertrauen.

Kinderschutz

Kinderschutz ist ein Sammelbegriff, für rechtliche Regelungen, sowie für Maßnahmen von staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen, die dem Schutz von Kindern vor Schäden und Beeinträchtigungen dienen sollen

Insbesondere Fachkräfte, die mit Kindern arbeiten, fühlen sich deren Wohlergehen besonders verpflichtet.

Die §§ 8a SGB VIII und 4 KKG, in denen die Kinderschutzaufgaben unserer Berufsgruppe genauer beschrieben werden, legen wir hier für unsere Arbeit zu Grunde.

Bei Anzeichen, die das Kindeswohl beeinträchtigen könnten, werden sich unsere Erzieherinnen frühzeitig im Team beraten und erfahrene Kolleginnen, die die Ausbildung zur Kinderschutzfachkraft abgeschlossen haben, hinzuziehen.

Bei schwerwiegendem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung sieht das Gesetzt die Kooperation mit dem Jugendamt vor. Hier werden die Fachkräfte unserer Einrichtung die Position als Vermittler und Berater zwischen Eltern und staatlichen Ämtern annehmen, sowie sensibel und ausgewogen damit umgehen – für eine frühzeitige Abwendung der Gefährdung.